Neuigkeiten

Freitag, 19. Mai 2017

Der Heidisozialismus – Stillstand im 3/4 Takt

(nach Gottkaiser Lautsprecher)

Die PARTEI, als eine Partei aus dem Volke, ist die Vollstreckerin des Volkswillens, ungeachtet dessen, ob das Volk sich nun dessen bewußt ist oder nicht. In ihrem Handeln hat sie stets das Wohl der unter ihrer Obhut Befindlichen im Sinne. Daraus ergibt sich, daß Die PARTEI immer recht hat.

Nach der demokratisch legitimierten Machtübernahme kann es für alle politisch aktiven Kräfte nur die logische Entscheidung geben, die Überlegenheit der PARTEI anzuerkennen und sich ihr anzuschließen.

Vom Volke

Aus der Beobachtung der Menschen in Österreich, ihrer Kultur, ihrer Medien, ergibt sich ein klares Bild, ein eindeutiger Wunsch. Die Menschen in Österreich wünschen sich ein bescheidenes, ruhiges Leben, idealerweise im Kreise der Familie, in natürlicher Idylle. Trachten, Almen und Bergbauernhöfe, der völlige Verzicht auf Technologien, welche seit der industriellen Revolution entwickelt wurden sowie ein kreativer Umgang mit der deutschen Sprache unter teilweiser Vermeidung von Grammatik und Verständlichkeit sind Eckpfeiler des hiesigen Weltbildes. Während die Frau auf der Alm die Orangen melkt, säuft der Mann Brause und trägt der Familie selbstverfasste Gedichte vor, zum Beispiel:

Wuchtig, fruchtig.

Des Weiteren fürchten sich die Menschen in Ö. wie es scheint vor allem, was nicht autochthon einem zu grell nachkolorierten Heimatfilm der 1950er Jahre entspringt. Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Krankheiten, Umweltverschmutzung, kultureller Verfall, Produkte von niedrigster Qualität, der Zusammenbruch der Wirtschaft, die nukleare Bedrohung, schlechtes Wetter, Armut, ungenießbare Lebensmittel, Gottlosigkeit oder zumindest falsche Religionen, Sittenlosigkeit, Werteverfall, betrachtet man die Liste der Gefahren für Österreichs Bevölkerung, welche aus dem Ausland drohen, kann der Weltuntergang nicht mehr fern sein.

Auf internationaler Ebene betrachten Österreicherinnen und Österreicher ihr Land als neutralen Global Player. Man will sich einerseits aus Konflikten raushalten, andererseits jedoch überall mitreden. Auch wird gerne ignoriert, daß das Verhältnis zu multi- und supranationalen Organisationen eher das des Wirtes zum Stammtisch ist, wobei in diesem Fall der Stammtisch die Regeln diktiert.

Regiert wurde Ö. bisher von inkompetenten, populistischen, verfilzten und korrupten Parteien, in einigen Bundesländern hat sich das Einparteiensystem bereits etabliert. Der Machtwechsel dürfte die meisten Menschen im Lande somit nicht sonderlich schwer belasten.

Vom neuen Staate

So verlockend die Idee eines Ein-Parteien-Systems auch sein mag, so wenig unterhaltsam ist sie doch vor allem in einer von  Medien durchwirkten Welt wie der unseren für das Publikum. Um den Unterhaltungswert von parlamentarischen Debatten zu garantieren,bedarf es einer gesteuerten Oppositionspartei, anbieten würde sich hier die Bezeichnung „GestOP“, welche bei Parlamentssitzungen Ziel schmieriger Propaganda und hemmungslosen Mobbings von Seiten der PARTEI ist.

Die Wünsche und Ängste der Bevölkerung legen nur eine logische Schlussfolgerung nahe: die Österreicher und -innen wollen, ja mehr noch benötigen, eine Insel der Seligen. Um dies umzusetzen, wird nach Machtübernahme gesamt Österreich mit einem Graben umgeben, dieser über einen Verbindungsgraben entlang der slowenisch-italienischen Grenze mit dem Mittelmeer verbunden und mit Meerwasser gefüllt. Dieses neue Gewässer namens Mare Austriam betont den „Insel-der-Seligen“Status Ö.´s einerseits und stellt das Fundament der neuen Sicherheitspolitik andererseits dar. Außerdem erweitert es das touristische Angebot um Küste und Strände. Ortschaften mit fundamentalem Wert für den Kulturstandort Ö. auf dem Territorium des Mare Austriam bleiben in Form von Inseln erhalten. So wird z.B. das Areal Hanftal/Unterstinkenbrunn als Klein Jamaika Zentrum einer eher Zielgruppenorientierten Landwirtschaft mit eigener Anbindung an die Wiener U-Bahn Linie 1.

Um Slowenien für den zu erwartenden Gebietsverlust zu entschädigen, erhält es das Bärental in Kärnten, da dieses keinerlei Relevanz für Ö. besitzt.

Der Großteil der autochthonen Bevölkerung erhält die Möglichkeit, auf dem Lande den Traum der Alpenidylle zu leben.

Die für den Staatsbetrieb unverzichtbaren Reste von Industrie und Verwaltung werden in einigen wenigen Städten konzentriert.

Dies entlastet die Staatskasse, da der größte Teil der Bevölkerung ein gesundes Leben an der frischen Luft in einer intakten Naturkulisse führt, eine Gesundheitsvorsorge für diesen Bevölkerungsteil somit nur rudimentär notwendig ist. Eigentlich werden Landärzte nur noch aus romantisch-dramaturgischen Gründen benötigt. Die Landbevölkerung kann auch problemlos gesund ernährt werden auf der Grundlage von Almwirtschaft und romantischer Gamswilderei. Die weit verbreitete Ablehnung von Gentechnik legt nahe, landwirtschaftliche Nutzpflanzen und -tiere bis zu einem präagrikulturellen Zustand zurück zu züchten, die Grenzen natürlicher Evolution sollten allerdings aus ethischen Gründen respektiert werden.

Um dem jungen Staate einen auch finanziell optimalen Start zu ermöglichen, wird die Staatsbezeichnung geändert in „Volksrepublik Oesterreich“. Die sich daraus ergebende Kurzform lautet „VOEST“. Ein Urheberrechtsverfahren gegen den Konzern gleichen Namens inklusive Schauprozess und horrenden Zahlungsverpflichtungen des Konzernes an den Staat füllt die Kassen und sorgt vorbereitend für künftige Geldbeschaffungsmaßnahmen für einen Präzedenzfall. Derartig finanziell ausgeblutete Unternehmen können alsdann problem- und entschädigungslos verstaatlicht werden.

Die unnötige und resourcenverschlingende Altlast Hypo-Alpe-Adria wird elegant von der Agenda gefegt. Ihr Hauptsitz wird in das Bärental verlegt, damit haben die Slowenen das Problem an der Backe. Derart wird auch mit den Eurofightern, Gläubigern und sonstigen als überflüssig geltenden Kostenfaktoren verfahren. Steuerflucht sowohl von Ö. ins Ausland, als auch vom Ausland nach Ö. wird zum Kapitalverbrechen erklärt, die entsprechenden Vermögen konfisziert und die Schuldigen zu  Strafarbeiten bei Großprojekten wie dem Mare Austriam verurteilt.

Die bildungspolitischen Aufgaben werden von der Hintnerjugend wahrgenommen.

Sämtliche sicherheitspolitischen Aspekte sowohl nach innen als auch nach außen, inklusive der Nachrichtendienste, sind Aufgabe der VFPÖ.

Die außenpolitische Doktrin lautet „Bella gerant alii, tu felix Austria nube.“ Dem folgend verzichtet Ö. auf teure Offensivwaffen und Auslandseinsätze seiner Streitkräfte, schließlich handelt es sich um eine Friedensmacht.

Diplomatische Herausforderungen werden durch eine offensive Heiratspolitik geregelt, wobei hier natürlich nur Ö.´s Interessen zählen.

 


 

Facebooktwittergoogle_plusmail
Copyright © Die PARTEI — Alle Rechte vorbehalten | Impressum